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Segensstation St. Martin restauriert

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Manfred Telöken, Vorstandsprecher

Segensstation St. Martin restauriert

Kolpingsfamilie Raesfeld
Veröffentlicht von Werner Nagel in Kolping · Freitag 01 Mai 2026 · Lesezeit 1:45
Tags: Bildstock
Die Segensstation St. Martin steht am Hof Roring, Roringshook 8. Sie wurde im September 1935 eingeweiht. Anlass war das 25-jährige Gründungsfest der Raesfelder Kolpingsfamilie.



Der Bildstock hat eine Höhe von 3,5 m und eine Gesamtbreite von 5 m, der Aufbau besteht aus Bruchsteinen und Klinker. Das Relief aus Muschelkalk mit dem Bild vom Heiligen Martin, der seinen Mantel teilt, wurde von dem gebürtigen Raesfelder Bildhauer Josef Meinert in München gefertigt.


Der Hofbesitzer Roring stellte die Fläche für die neue  Station zur Verfügung und spendete Bruchsteine aus dem Keller seines zuvor durch Brand zerstörten Hauses. Den Bauplan fertigte Architekt Ostendorf an, der auch die Bauaufsicht übernahm.


In der Rückwand der Station, dem Hof Roring zugewandt, fand eine Steinplastik aus der alten Segensstation vom  Osterkamp, die die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt, einen neuen  Platz. Zu den letzten Arbeiten gehörte auch das  Einschlagen der Jahreszahl "1935" in einen der großen Bruchsteine.


In den neunzehnhundertsechziger Jahren  wurde - bedingt durch die Flurbereinigung - die  Station von einer  öffentlichen Zufahrt abgeschnitten (das Denkmal liegt heute direkt an der Umgehungsstraße, der B 70). Die Umgebung  verfiel und verödete,  das Bauwerk zerfiel. 1992 - die Kolpingfamilie  feierte ihr 75jähriges Vereinsjubiläum - wurde die inzwischen stark  verwitterte  Station restauriert und als "zeitgeschichtliches Denkmal"  unter Denkmalschutz gestellt.

Im  Mai 2001 wurde die ehemalige Fronleichnamsstation nach einer Neugestaltung erneut eingesegnet. Heute ist auf der Rückseite  der  Station ein Bildrelief "Maria Himmelskönigin" und ein Kreuz zu sehen,  welche vom Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken geschaffen wurden.


Im April 2026 mussten Schäden repariert werden, die durch Witterungseinflüsse entstanden waren. Entsprechend den Vorgaben der Denkmalbehörde wurden abgefallene und gerissene Fliesen ersetzt und die Fugen erneuert. Die Arbeiten wurden durchgeführt von Klemens Osterholt aus Weseke, Restaurator im Maurerhandwerk, und Werner Nagel von der Kolpingsfamilie Raesfeld. Werner Heisterklaus (Kolping) entfernte den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen auf dem Boden. Auch die Hinweistafel an der Heidener Straße / Roringshook erhielt durch ihn einen neuen Anstrich.




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